Sie arbeiten in der Klinik, der Dienstplan steht für die nächsten Wochen, und die Doktorarbeit ist seit Langem ein Vorhaben, das immer wieder nach hinten rutscht. Spätestens bei der Frage, wer Ihre Arbeit eigentlich betreuen soll, kommen viele Ärztinnen und Ärzte nicht weiter: Die eigene Abteilung vergibt gerade keine Themen, Anfragen per E-Mail bleiben unbeantwortet, und für lange Recherchen nach passenden Arbeitsgruppen fehlt schlicht die Zeit.
Genau an dieser Stelle setzen wir an. Seit 8 Jahren unterstützen wir Medizinerinnen und Mediziner bei der Suche nach einem Betreuer für die medizinische Doktorarbeit – vom ersten Gespräch über eine fundierte Disposition bis zur gezielten Ansprache möglicher Doktorväter und Doktormütter an Universitäten und Forschungseinrichtungen im deutschsprachigen Raum.
Warum die Betreuersuche in der Medizin oft so schwierig ist
Wer in der Medizin promovieren möchte, braucht eine habilitierte oder nach der jeweiligen Promotionsordnung berechtigte Person, die das Vorhaben fachlich begleitet. Diese Betreuerinnen und Betreuer sind in aller Regel selbst klinisch tätig, leiten Arbeitsgruppen, lehren und forschen. Die Zeit für zusätzliche Doktorandinnen und Doktoranden ist entsprechend begrenzt, und wer ein Thema vergibt, möchte sicher sein, dass das Projekt auch tatsächlich zu Ende geführt wird.
Hinzu kommt die besondere Lage vieler Ärztinnen und Ärzte nach dem Examen. Der Kontakt zur eigenen Fakultät ist oft abgerissen, man arbeitet an einem Haus ohne Universitätsanbindung oder ist für die Weiterbildung in eine andere Stadt gezogen. Wer dann ohne konkrete Idee anfragt, erhält häufig keine Antwort – nicht aus Desinteresse, sondern weil eine vage Anfrage für den Empfänger schwer einzuschätzen ist. Eine ausgearbeitete Forschungsfrage mit nachvollziehbarer Methodik und realistischem Zeitplan wirkt dagegen ganz anders.
Schließlich kostet die Suche selbst viel Zeit, die neben Visiten, Nachtdiensten und Familie kaum vorhanden ist. Wie ein gutes Anschreiben aufgebaut ist, erklären wir ausführlich im Ratgeber Doktorvater anschreiben in der Medizin.
So unterstützen wir Sie bei der Suche nach einem Doktorvater
1. Erstgespräch: Ihre Ausgangslage, Interessen und Ziele
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch. Wir möchten verstehen, was Sie mit der Promotion erreichen wollen, welche Fachgebiete Sie interessieren und welche Erfahrungen Sie mitbringen – etwa aus Ihrer Weiterbildung in der Kardiologie, der Unfallchirurgie oder der Anästhesie. Ebenso wichtig sind die Rahmenbedingungen: Ihr realistisches Zeitbudget, eine bevorzugte Fakultät und mögliche Vorarbeiten, etwa aus einer abgebrochenen Arbeit.
2. Themenentwicklung und individueller Plan
Auf dieser Grundlage entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen mögliche Themen, aus denen Sie wählen. Wir schärfen die Forschungsfrage und klären, welche Form der Doktorarbeit zu Ihnen passt: eine retrospektive Auswertung von Patientenakten, eine klinische Beobachtungsstudie, eine experimentelle Arbeit im Labor oder eine Literaturarbeit. Die Studienart bestimmt maßgeblich den Aufwand. Einen Überblick bietet unser Ratgeber zu den Arten der medizinischen Doktorarbeit. Daraus entsteht ein individueller Plan, der zu Ihrem Alltag passt.
3. Disposition als Grundlage für die Ansprache
Anschließend erstellen wir eine ausführliche Disposition zu Ihrem Thema. Sie enthält alle benötigten Verzeichnisse und wird nach wissenschaftlichen Standards sowie den Vorgaben der jeweiligen Universität ausgearbeitet. Die Disposition ist das Dokument, mit dem sich ein möglicher Betreuer ein Bild von Ihrem Vorhaben machen kann – sie ersetzt die vage Anfrage durch ein greifbares Konzept.
4. Gezielte Ansprache passender Doktorväter und Doktormütter
Mit der fertigen Disposition wenden wir uns an sorgfältig ausgewählte potenzielle Betreuerinnen und Betreuer an Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei nutzen wir unser großes Netzwerk akademischer Kontakte und achten darauf, dass Thema, Methodik und Forschungsschwerpunkt der angesprochenen Arbeitsgruppe zusammenpassen. Eine gezielte, gut vorbereitete Ansprache ist in aller Regel aussichtsreicher als viele allgemeine Anfragen.
5. Laufende Information und auf Wunsch weitere Begleitung
Während der Suche halten wir Sie fortlaufend über den Stand informiert und sind per E-Mail und Telefon für Rückfragen erreichbar. Kommt ein Kontakt zustande, führen Sie das Gespräch mit Ihrem künftigen Doktorvater selbst. Auf Wunsch begleiten wir Sie danach weiter – etwa mit Coaching, Statistik oder einem wissenschaftlichen Lektorat. Ausführlich beschreiben wir diese Möglichkeiten auf der Seite Unterstützung bei der Dr.-med.-Arbeit.
Was die Disposition für die Betreuersuche enthält
Die Disposition ist das Herzstück der Betreuersuche. Sie zeigt, dass Ihr Vorhaben durchdacht und machbar ist. Inhaltlich umfasst sie:
- eine Einführung in das Thema und die Einordnung in den aktuellen Forschungsstand,
- die Forschungsfrage und gegebenenfalls Hypothesen,
- eine vorläufige Gliederung der späteren Arbeit,
- die geplante Methodik, etwa Studiendesign, Datenquellen wie Patientenakten, Register oder Laborwerte und die vorgesehene statistische Auswertung,
- eine Übersicht relevanter Literatur sowie
- einen realistischen Zeitplan.
Hinzu kommen alle benötigten Verzeichnisse. Wenn Sie bereits einen Betreuer haben und nur das Konzept benötigen, können Sie die Disposition auch einzeln beauftragen. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite zum Exposé für die medizinische Doktorarbeit.
Was Sie selbst zur Betreuersuche beitragen
Die Suche nach einem Betreuer für die medizinische Doktorarbeit gelingt am besten als Zusammenarbeit. Von Ihnen brauchen wir vor allem offene Angaben im Erstgespräch: zu Ihren fachlichen Interessen, Ihrer zeitlichen Belastung und zu der Frage, ob Sie Zugang zu Daten haben, etwa aus Ihrer Abteilung. Ebenso wichtig sind Ihre Rückmeldungen zu den Themenvorschlägen und zur Disposition, denn Sie müssen sich mit dem Vorhaben über Monate oder Jahre identifizieren können.
Formale Schritte bleiben in Ihrer Hand. Dazu gehören die Annahme als Doktorandin oder Doktorand an der Fakultät, die Prüfung der Zulassungsvoraussetzungen und gegebenenfalls ein Ethikantrag. Was dabei jeweils gilt, regelt die Promotionsordnung der jeweiligen Fakultät. Einen Überblick geben unsere Ratgeber zur Promotionsordnung in der Medizin und zum Ethikvotum.
Für wen die Betreuersuche geeignet ist
Unsere Unterstützung richtet sich an alle, die einen Dr. med. oder Dr. med. dent. anstreben und bisher keinen passenden Betreuer gefunden haben. Besonders häufig wenden sich diese Gruppen an uns:
- Assistenzärztinnen und Assistenzärzte, die neben der Weiterbildung promovieren möchten und wenig Zeit für eine eigene Suche haben,
- Fachärztinnen und Fachärzte in Klinik oder Praxis, die eine externe Promotion ohne Anstellung an einem Universitätsklinikum anstreben,
- Ärztinnen und Ärzte, deren erste Doktorarbeit abgebrochen wurde oder deren Betreuer nicht mehr zur Verfügung steht und die neu beginnen möchten,
- Medizinstudierende in höheren Semestern sowie Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner, die gezielt ein machbares Thema suchen.
Wie sich die Promotion mit Klinikalltag und Diensten vereinbaren lässt, beschreiben wir im Ratgeber Dr. med. neben dem Beruf.
Was wir zusagen können – und was nicht
Ehrlichkeit gehört für uns zur Betreuersuche dazu. Ob ein Doktorvater oder eine Doktormutter Ihr Vorhaben übernimmt, entscheidet allein die angesprochene Person, und über die Annahme als Doktorand entscheidet die Fakultät. Eine Zusage können wir deshalb nicht garantieren. Was wir zusagen können: eine sorgfältige Vorbereitung, eine fundierte Disposition, eine gezielte Ansprache über unser Netzwerk und eine transparente Information über jeden Schritt. Damit schaffen wir die bestmöglichen Voraussetzungen für ein positives Gespräch.
Alles, was Sie uns anvertrauen, behandeln wir vertraulich. Nach Abschluss des Auftrags löschen wir Ihre Daten einschließlich des E-Mail-Verkehrs. Wenn Sie wissen möchten, ob die Betreuersuche für Ihre Situation sinnvoll ist, sprechen Sie uns an – telefonisch, per WhatsApp oder über unser Kontaktformular. Sie erhalten innerhalb weniger Stunden ein individuelles, unverbindliches Angebot.
Häufige Fragen zur Betreuersuche in der Medizin
Können Sie garantieren, dass ein Doktorvater zusagt?
Nein. Die Entscheidung trifft allein der angesprochene Betreuer, über die Annahme als Doktorand entscheidet die Fakultät nach ihrer Promotionsordnung. Wir sorgen für eine sorgfältig ausgearbeitete Disposition und eine gezielte Ansprache passender Arbeitsgruppen, eine Zusage können wir aber nicht versprechen.
Wie lange dauert die Suche nach einem Betreuer?
Eine verlässliche Zeitangabe ist nicht möglich. Die Dauer hängt unter anderem vom Fachgebiet, vom Thema, von der Auslastung der angesprochenen Arbeitsgruppen und von der Zeit im Semester ab. Wir informieren Sie laufend über den Stand, sodass Sie jederzeit wissen, wo die Suche steht.
Ist die Betreuersuche auch für eine externe Promotion möglich?
Ja. Gerade Ärztinnen und Ärzte ohne Anstellung an einem Universitätsklinikum nutzen unsere Unterstützung häufig. Ob und unter welchen Bedingungen eine externe Promotion möglich ist, regelt die Promotionsordnung der jeweiligen Fakultät. Das klären wir mit Ihnen zu Beginn.
Suchen Sie auch nach Betreuern in Österreich und der Schweiz?
Ja. Wir sprechen potenzielle Doktorväter und Doktormütter an Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Welche Orte infrage kommen, stimmen wir im Erstgespräch mit Ihnen ab.
Wovon hängt das Honorar für die Betreuersuche ab?
Das Honorar richtet sich vor allem nach dem Fachgebiet, der Komplexität des Themas, dem Umfang der Vorarbeiten, dem Zeitrahmen und der Sprache der Disposition. Sie erhalten innerhalb weniger Stunden ein individuelles und unverbindliches Angebot. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zu den Preisen.