Wer in der Medizin habilitiert, tut das fast immer neben einer vollen klinischen Tätigkeit: Stationsleitung, Dienste, Lehrverpflichtungen, Drittmittelanträge und die eigene Forschung konkurrieren um dieselben Stunden. Die Habilitationsschrift rückt dabei leicht in die Abende und Wochenenden, oft über Jahre. Wir unterstützen Sie dabei, dieses Vorhaben strukturiert voranzubringen, mit wissenschaftlicher Vorarbeit, Auswertung und Textarbeit.
Was die Habilitation in der Medizin ausmacht
Die Habilitation ist der Nachweis einer eigenständigen Forschungsleistung, die deutlich über das hinausgeht, was in einer Dissertation erreicht wird. In Deutschland und Österreich ist sie in der Medizin ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Professur. Als höchste Hochschulprüfung stellt sie die Lehrbefähigung in einem Fach fest und soll zeigen, dass Sie Ihr Fachgebiet in Forschung und Lehre in seiner ganzen Breite vertreten können.
Das Verfahren setzt sich in der Regel aus mehreren Bausteinen zusammen. Im Zentrum steht die Habilitationsschrift, die eine umfassende, neue wissenschaftliche Leistung dokumentiert. Hinzu kommt der Nachweis der Lehrbefähigung, meist durch eigene Vorlesungen und Seminare. Schrift und Lehrleistung werden von der Fakultät oder einer Habilitationskommission begutachtet. Am Ende steht die Lehrbefugnis, mit der Sie als Privatdozentin oder Privatdozent lehren dürfen und die eine Voraussetzung für die Berufung auf eine Professur ist. Wie die einzelnen Schritte im Detail aussehen, regelt die Habilitationsordnung Ihrer Fakultät.
Voraussetzungen für die Habilitation in der Medizin
Während ein Großteil der Medizinstudierenden eine Doktorarbeit schreibt, streben vergleichsweise wenige eine Habilitation an. Grundvoraussetzung ist eine abgeschlossene Promotion, mit der Sie Ihre Fähigkeit zu eigenständiger Forschung bereits gezeigt haben. Ähnlich wie bei der Promotion brauchen Sie eine Mentorin oder einen Mentor, die oder der Ihr Vorhaben fachlich begleitet.
Darüber hinaus verlangen Fakultäten in der Regel eigene wissenschaftliche Veröffentlichungen, die Ihr Profil untermauern, sowie Erfahrung in der Lehre. Teil des Verfahrens sind häufig eine Probevorlesung oder ein wissenschaftlicher Vortrag; nach Anerkennung der Habilitationsschrift schließt in vielen Fällen eine Antrittsvorlesung das Verfahren ab. Formal wird zudem meist ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Habilitierende sind in der Regel als wissenschaftliche Mitarbeiter, Oberärztinnen und Oberärzte oder Akademische Räte an der Hochschule tätig; seit einigen Jahren ist es auch möglich, parallel zu einer Juniorprofessur zu habilitieren. Welche Anforderungen im Einzelnen gelten, legt Ihre Fakultät fest.
Monografie oder kumulative Habilitation in der Medizin
Die Habilitationsschrift kann auf unterschiedliche Weise eingereicht werden. Die klassische Form ist eine eigenständige Monografie, die an die Forschung der Promotion anknüpfen kann, aber in Tiefe und Umfang deutlich darüber hinausgeht. In der Medizin weit verbreitet ist inzwischen die kumulative Habilitation: Statt einer einzigen großen Schrift reichen Sie mehrere Veröffentlichungen in Fachzeitschriften ein, die durch eine zusammenfassende Rahmenschrift verbunden werden. Diese ordnet die einzelnen Arbeiten in den Forschungsstand ein, stellt ihren Zusammenhang her und benennt den gemeinsamen wissenschaftlichen Beitrag.
In beiden Fällen gilt: Die Kommission erwartet einen überzeugenden Beitrag zur Forschung, der weit über die Dissertation hinausreicht. Gerade für das kumulative Verfahren regeln die Hochschulen Details wie Zahl und Art der Publikationen, Autorenpositionen oder Anforderungen an die Rahmenschrift in ihrer Habilitationsordnung. Wir empfehlen deshalb, vor dem Antrag genaue Absprachen mit Ihrem Mentor zu treffen und die Vorgaben Ihrer Fakultät sorgfältig zu prüfen.
Wie wir Sie bei der Habilitation unterstützen
Die Habilitation ist in noch größerem Maße als die Promotion ein langjähriges Vorhaben, und sie läuft in den meisten Fällen berufsbegleitend. Diese Belastung über viele Jahre ist ein guter Grund, einzelne Aufgaben abzugeben. Unser Team aus erfahrenen Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und medizinischen Fachautoren übernimmt vor allem Arbeiten, die wissenschaftliche Vorarbeit, Auswertung und Text betreffen.
Literaturrecherche und Forschungsstand
Unsere Autoren führen eine umfassende Literaturrecherche durch, etwa in PubMed und weiteren Fachdatenbanken, und erstellen eine Literaturliste, die sie ausführlich mit Ihnen besprechen. Anschließend sichten wir ausgewählte Arbeiten und fassen sie als Grundlage für Ihre Habilitationsschrift oder die Rahmenschrift zusammen. Wie eine systematische Suche aufgebaut ist, zeigt unser Ratgeber zur Literaturrecherche in PubMed.
Auswertung von Studien und Experimenten
Wenn Ihre Habilitation experimentelle Arbeiten im Labor oder klinische Studien erfordert, können wir Ihnen die Forschung selbst nicht abnehmen. Wir stehen Ihnen aber während der Vorbereitung beratend zur Seite, werten die Ergebnisse detailliert aus und bereiten sie in Grafiken und Tabellen übersichtlich auf. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite zur statistischen Auswertung.
Gliederung und Schreibprozess
Auf Grundlage dieser Vorarbeiten erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen eine Gliederung der Habilitationsschrift. Im Schreibprozess unterstützen wir Sie von der Ausarbeitung einzelner Textteile bis zur Überarbeitung fertiger Kapitel. Bei kumulativen Verfahren helfen wir dabei, die Rahmenschrift so zu fassen, dass aus mehreren Einzelpublikationen ein schlüssiges Gesamtwerk wird.
Lektorat und Plagiatsprüfung
Zum Abschluss unterziehen wir Ihre Habilitationsschrift einem intensiven Fachlektorat und prüfen sie mit Scribbr und PlagAware, inklusive Prüfbericht. Einzelheiten dazu finden Sie unter Lektorat und Plagiatsprüfung.
Ablauf und Honorar
Am Anfang steht ein persönliches Gespräch über Ihr Forschungsgebiet, den Stand Ihrer Publikationen, die Vorgaben Ihrer Fakultät und Ihren Zeitplan. Innerhalb weniger Stunden erhalten Sie anschließend ein individuelles und unverbindliches Angebot. Das Honorar hängt vom Umfang, von der Art der Unterstützung, vom Fachgebiet, vom Anteil empirischer Arbeit, vom Zeitrahmen, von der Sprache und von der Komplexität ab; es ist vorab transparent. Übernehmen Sie Teile selbst, senkt das das Honorar. Während der gesamten Zusammenarbeit haben Sie eine feste Ansprechpartnerin, erhalten auf Wunsch Zwischenstände und können Anmerkungen Ihres Mentors jederzeit einbringen. Auf Wunsch sind persönliche Treffen und Besprechungen auf Mallorca möglich.
Diskretion hat für uns höchste Priorität. Nach Abschluss des Auftrags löschen wir alle Daten, einschließlich E-Mails und Texte, und wir geben keine Referenzarbeiten oder Auszüge heraus.
Rechtlicher Hinweis
Texte, die wir erstellen, dienen Ihnen als Vorlage. Die meisten Hochschulen untersagen die Einreichung von Arbeiten, die von Dritten angefertigt wurden, und bei Qualifikationsschriften ist in der Regel eine eidesstattliche oder vergleichbare Erklärung abzugeben. Was nach Abschluss mit der Vorlage geschieht, liegt außerhalb unseres Einflussbereichs. Bitte informieren Sie sich in der Habilitationsordnung Ihrer Fakultät über die geltenden Regeln.
Wenn Sie zunächst Ihre Promotion abschließen möchten, finden Sie bei uns auch Unterstützung bei der medizinischen Doktorarbeit, von der Disposition bis zur Hilfe, wenn Sie einen Doktorvater finden möchten. Für Ihr Habilitationsvorhaben erreichen Sie uns direkt über die Kontaktseite.
Häufige Fragen zur Habilitation in der Medizin
Was ist eine kumulative Habilitation in der Medizin?
Bei der kumulativen Habilitation reichen Sie mehrere Fachpublikationen ein, die durch eine zusammenfassende Rahmenschrift verbunden werden. Die genauen Anforderungen an Zahl und Art der Publikationen legt die Habilitationsordnung Ihrer Fakultät fest.
Können Sie die Forschung für die Habilitation übernehmen?
Nein. Experimente im Labor und klinische Studien führen Sie selbst durch. Wir beraten Sie bei der Vorbereitung, werten die Ergebnisse aus, bereiten sie in Tabellen und Grafiken auf und unterstützen Sie bei Recherche und Text.
Unterstützen Sie auch englischsprachige Habilitationsschriften?
Ja. Wir arbeiten auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch, was gerade bei kumulativen Verfahren mit internationalen Publikationen hilfreich ist.
Wie diskret ist die Zusammenarbeit?
Alle Daten, E-Mails und Texte werden nach Abschluss des Auftrags gelöscht. Referenzarbeiten oder Auszüge geben wir nicht heraus.